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Sexualitäts-
workshop


3.Funkenzeit

Nach einem kleinen Streit auf der Rückfahrt vom Gardasee, der für manche auch sehr klärend wirkte, kamen wir nun wieder im funkenhaus zusammen für den Sexualitätsworkshop.
„Lets Talk about Sex Baby, lets talk about you and me“ so locker fluffig wie in dem Song ist es ja normalerweise nicht wenn es darum geht über dieses Thema zu quatschen. Darum sammeln wir erstmal anonym wünsche dir wir von dem Wochenende haben. 
Es geht dann mit Austausch über sexuelle Prägung und Sozialisation. Wie habe ich Sexualität bei meinen Eltern wahrgenommen? Wie habe ich  damals auf nähe reagiert? wie reagiere ich heute darauf?
 
Dann haben wir eine sexuelle life-line gebastelt. Mit allen Tief- und „Höhepunkten“ der eigenen sexuellen Biografie: erste Erfahrungen im weiten Sinne, Wendepunkte, Geschlechtsidentitätsentwicklung, Verletzungen, empowernde Erfahrungen, ausprobieren…etc 
Nachdem unsere lines an der Wand hingen (mehr oder weniger lesbar für andere, je nachdem wie einzelne es wollten) unterhielten wir uns darüber wie es uns damit geht und über das Thema Scham. Nach einem kurzen Vortrag gab es einen Austausch in der Gruppe über Scham und Selbstwertgefühl. Auch wie wir unsere Scham bezwingen können: ein bisschen Luft kann einem Thema genommen werden indem einfach erstmal offen gesagt „das ist mir gerade unangenehm“.
Am Samstag fingen wir in Einzelarbeit damit an unser „sexuelles ich“ zu definieren: wie viele Anteile kann ich in mir wahrnehmen wenn es um Sexualität geht? (Die Antworten variierten zwischen zwei und 28) 
Welchen Einfluss haben sie auf mein denken, fühlen und Handeln? Wieviel Einfluss möchte ich Ihnen erlauben, was würde ich gerne Stärken? Wie kann ich liebevoller/ verstäbdnisvoller mit Anteilen umgehen?
Darüber Sprachen wir.
Dann kam eine spannende Aufgabe:
Alle Teilnehmenden durften sich ihr individuelles ideales sexuelles Szenario ausdenken und aufschreiben.
 
Wir lasen diese Szenarien nicht vor, unterhielten uns aber darüber, wie wir uns beim schreiben gefühlt hatten. Auch selbstbefriedigung und Methoden dafür war Thema. Auf der Seite omgyes.com kann man da einiges nachschauen
 
Am Abend ging es dann nochmal praktisch weiter. Aber nicht das was ihr denkt: wir hatten einen bondagekurs! Und lernten was wir bei fesseltricks und knoten beachten müssen.
 
Sonntag ging es dann nochmal um Verhütungsmethoden, auch nicht hormonelle und welche Krankheiten wie übertragen werden können. Auch um die konsensfindung. Hier eine lustige Anregung dazu: https://ifgbsg.org/sexueller-konsens-so-einfach-wie-teetrinken/ 
 
Zum Abschluss machten wir noch eine Tabu-runde.
Dort warfen wir Begriffe in die Mitte, die dann vor der Gruppe angesprochen und gegebenenfalls erklärt wurden (SM, Orgie, ausfluss) etc., die sonst nicht besprochen werden.
 
Es war eine sehr schöne Atmosphäre in der Runde, auch wenn oft Menschen mal rot geworden sind oder kichern mussten, waren wir uns einig dass es gut tat über Sex zu sprechen und zu bemerken, dass viele mit ihren Themen gar nicht so alleine sind und nicht alles im leben so läuft wie in der BRAVO- Fotolovestory und wir deswegen nicht gleich zu doktor Sommer gehen müssen;)

Begleitende Motive

tauschlogikfrei

vegan

solidarisch

ökologisch

drogenfrei

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