SOLAWI in GREENE

Gärtner*in
Um uns als Team zu finden, gibt es zwei Kennenlern-Wochenenden
15. – 17. Mai 2020
  3. – 5.    Juli 2020

Wir suchen DICH

Werde Teil der Solawi in Greene als Gärtner*in oder als Mitglied

Über Gedanken, Anregungen, Vernetzung, Fragen und Kritik freuen wir uns:

solawi ät gelebteutopie .de

Hier kannst du dich auf unsere offene Mitmach-Mailingliste eintragen.

Was wir noch suchen
– Traktor und Hänger zum Ausleihen für Transport von Mist für unseren Kompost
– einen Folientunnel
– Gartengeräte,
IBC-Tanks, Anzuchtplatten…

UNSER ZIEL

Wir wollen kollektive Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern.

Dabei ist uns wichtig uns an realen Bedarfen der Mitglieder zu orientieren, ein Miteinander-Tätig -Sein zu leben, das schon an sich nährend und gesund ist und eine reale Alternative zu Kapitalismus zu schaffen.

Wir verstehen die Suche nach selbstgemachtem gesundem Essen als Teil des Kampfs für das gute Leben für alle, der sich für uns in alle Lebensbereiche erstreckt.

DER ZEITPLAN

2020 | Wir werden die SoLaWi aufbauen. Wir finden ein Gärtner*innen-Team, schaufeln Kompost, bauen ein Gewächshaus, machen Anbauexperimente, ziehen mehrjährig Kräuter vor…

 

2021 | Die erste SoLaWi Saison. Die Versorgung mit Obst und Gemüse fängt an. 

 

UNSER FINANZIERUNGSKONZEPT

Wir versuchen wenig auszugeben, dann müssen wir auch wenig einnehmen.

  • Wir investieren in Wissen und Empowerment. Beides ist dank toller Menschen, die ihre Fähigkeiten gerne weitergeben ohne viel Geld zu bekommen.
  • Wir teilen Ressourcen mit Nachbar*innen und dem Leinekollektiv, so können wir Auto, Anhänger, Werkzeug, Maschinen entspannt ausleihen.
  • Wir organisieren unser Leben abseits vom Acker auch kollektiv und solidarisch. Teilen Häuser, Dinge, Essen…

Den dann noch bestehenden Bedarf an Geld und Material erfüllen wir mit sog. Bieter*innen-Runden, bei denen transparent gemacht wird, was benötigt wird und dann von allen das reingegeben wird, das sie geben können und wollen.

Die erste Bieter*innen-Runde findet im Herbst 2020 auf der ersten Vollversammlung statt.

UNSER MITEINANDER

Wir wollen ohne Chef*innen und Leistungsdruck selbstbestimmt tätig sein. Das versuchen wir zu erreichen, indem wir Arbeitsbereiche abstecken und Entscheidungskompetenzen mit Fragen verteilen wie: In welchem Bereich siehst du Entfaltungsmöglichkeiten für dich. Wo schlägt dein Herz höher?

Dabei wollen wir das Gärtnern dicht verweben mit Innerem und Äußerem Wandel für eine bessere Welt. Für uns gehören Widerstand und Innehalten genauso zum Alltag, wie Mulchen und Sähen.

Drogenfrei – nicht als Dogma, sondern weil Teile von uns keine Lust auf Drogen haben, klammern wir den Konsum von Alkohol, Nikotin und illegalisierten Drogen aus dem Miteinander aus. (Das heißt, bei der Vollversammlung und am Lagerfeuer wird es kein Bier geben und auf dem Acker wird nicht geraucht)

 

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Nein, wir freuen uns auch sehr über Menschen aus der Umgebung. Außerdem wollen wir mit der SoLaWi in Greene einen Beitrag für ein regeneratives Leinetal leisten und mit vielen Menschen und Projekten lokal, regional und überregional vernetzt sein und uns gegenseitig unterstützen.

Solidarische Landwirtschaft ist eine Wirtschaftsform, in der Bäuer*innen und Abnehmer*innen kooperieren. Vor Beginn des Wirtschaftsjahres wird von uns das Budget für ein Jahr errechnet und auf der Jahresvollversammlung vorgestellt. Darein fließen z.B. die Gehälter, Saatgut, Pacht, Material, Geräte, Kosten für die Transport und Netzwerkarbeit etc. Daraufhin findet die sogenannte Bieter*innen-Runde statt. Hier wird mit allen Mitgliedern gemeinsam versucht, das Budget abzudecken. Die Mitglieder bestimmen nun ihren Beitrag selbst, je nach finanziellen Möglichkeiten kann jede*r auch mehr oder auch weniger geben. Ziel ist es, dass gemeinsam das Jahresbudget gedeckt wird, indem sich höhere und niedrigere Beiträge ausgleichen. Die Teilnahme an der Bieter*innen-Runde ist für die Mitgliedschaft verpflichtend. Mensch kann sich aber auch vertreten lassen (z.B. in WGs).

Euren Mitgliedsbeitrag bestimmt ihr selbst (s.o.). Die Höhe des Geldbedarfs variiert von Jahr zu Jahr aufgrund von Investitionen und sich verändernden laufenden Ausgaben.
Vor der Vollversammlung und Bieterinnen-Runde im Herbst veröffentlichen die Gärter*innen den Finanzplan fürs nächste Jahr, auch, damit ihr schauen könnt, wo durch eure Kontakte und Ressourcen evtl. Kosten gespart werden können. Wie oben beschrieben soll es aber allen ermöglicht werden, einen für sie leistbaren Beitrag zu zahlen.

Die Mitgliedschaft gilt immer für ein Jahr, und zwar vom 1. November bis zum 31. Oktober. Diese Verbindlichkeit entspricht unserer Idee von solidarischer Teilhabe. Im Herbst 2021 werden wir dann schauen, wer weiter dabei sein möchte und ob wir neue Mitglieder aufnehmen können.

Das widerspricht nach unserer Ansicht der SoLawi-Idee, wo Gärtner*innen und Abnehmer*innen sich die Finanzierung bzw. die Abgabe des Gemüses für jeweils ein Jahr verbindlich zusichern. Um sicher zu wirtschaften, müssen die Gärtner*innen mit einem gesicherten Budget rechnen können. Es ist aber manchmal möglich, einzelne Anteile übergangsweise zu übernehmen, wenn Mitglieder z.B. in den Urlaub fahren.

Dann solltest du eigenständig eine*n Nachfolger*in für den Rest des Wirtschaftsjahres finden. Wir führen eine Warteliste und helfen dir dabei.

Alles was wir ernten verteilen wir.
Wir können unsere erste Ernte in 2021 überhaupt nicht abschätzen, unser Ziel ist es, einen wesentlichen Anteil zu eurer Ernährung beizutragen.

Grundsätzlich hängt die Menge und Art des Gemüses sehr stark von der Saison ab. Auch Ernteausfälle einzelner Kulturen aufgrund von Witterungsverhältnissen oder anderen Unwägbarkeiten sind möglich.
Fest steht, dass sich die Essgewohnheiten der Versorgung mit unserem saisonal verfügbaren Gemüse anpassen müssen, da es naturgemäß zu bestimmten Zeiten viel Blattgemüse, zu anderen Zeiten viel Wurzel- und Lagergemüse gibt.
Daneben gibt es im Sommer und Frühherbst eine große Vielfalt an Gemüsearten vom Acker zu ernten, während es im Winter und zeitigem Frühjahr in erster Linie Lagerware gibt, da es draußen karg ist und die Vegetation stillsteht. Vorratshaltung wird wieder angesagter. Außerdem ist der Effekt nicht zu unterschätzen, dass mensch sich durch eine konsequent saisonale Versorgung um so mehr auf die Tomaten im Sommer und den Feldsalat im Winter freut.

Auf der Verbraucher*innen-Seite kommt dazu, dass der Bedarf der Mitglieder sehr verschieden sein wird; individuelle Essgewohnheiten und der Zugang zu weiterem Essen* unterscheiden sich stark.

*Containern, Foodsharing, Anbau im eigenen oder Gemeinschafts-Garten, Wildpflanzen sammeln…

Das Prinzip der Solawi unterscheidet sich grundlegend von der Idee eines Gemüse-Abos. Hinter einer Solawi steht das Ideal einer solidarischen Gemeinschaft, in der die Mitglieder „ihre“ Gärtnerei gemeinsam wirtschaftlich tragen, während die Gärtnerei sie dafür mit eigenem Gemüse versorgt. Eine Abo-Kiste dagegen ist vielmehr ein Service, der seinen Kund*innen Gemüse in Kisten verkauft. Dabei steht die Dienstleistung im Vordergrund, anstelle der Beziehung miteinander.

Jein. Unser Fokus liegt auf dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern. Aber wir verstehen die SoLaWi auch als Plattform für gemeinsames Vernetzen. Wir laden euch ein, weitere Möglichkeiten an Essen zu kommen mit der Gruppe zu organisieren. Zum Beispiel könnten wir gemeinsam auf anderen Betrieben Kartoffeln nachlesen/stoppeln gehen, Pilze sammeln, Kräuter trocknen, Sauerkraut machen, Tomaten einkochen…
Außerdem sind auch gemeinsame Großbestellungen oder Kooperationen mit anderen Höfen denkbar, um unsere Palette zu erweitern. (Zum Beispiel Öl, Samen, Getreide…)

Jein. Wir arbeiten ökologisch, sind aber nicht zertifiziert. Statt staatlicher Kontrollstellen übernehmen die Mitglieder selbst die Qualitätsprüfung, indem sie eine Beziehung herstellen und selbst die Bedingungen des Anbaus sehen und schmecken können.

Tiere gehören unsere Meinung nach zu einem vollständigen Ökosystem, das wir anstreben, dazu.  Wir wollen Wildtieren viele Rückzugs- und Ansiedlungsmöglichkeiten anbieten.

Mit der Gemüse Solawi wollen wir keine Verantwortung für Tiere übernehmen, können uns aber gut eine Zusammenarbeit mit anderen Gruppen vorstellen, die z.B. Hühner halten oder Honigbienen auf unseren Acker bringen.

Wir werden keine tierischen Produkte anbieten. Wir sind keine biovegane Landwirtschaft. Wir wirtschaften bodenaufbauend, was in unserem Fall bedeutet, dass wir für die Bodenfruchtbarkeit und den Humusaufbau auch Stallmist von Pferden aus der Nachbarschaft als tierischen Dünger einsetzen. Andere tierische Dünger, wie Hornspäne, Knochen- oder Blutmehl, die als Abfallprodukte aus der Massentierhaltung kommen, werden wir nicht verwenden.

Wir schließen ein Leben und Wirken mit Tieren nicht aus. Zwei Beispiele: Zur Schädlings- und Beikrautreduzierung könnten Hühner in unsere Abläufe integriert werden. Neben Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen könnten auch Honigbienen unsere Pflanzen bestäuben und bei uns ein Zuhause finden.

Ja, wir wollen verstärkt auf mehrjährige Pflanzen setzen. Wir wollen eine Wildobst-Hecke sowie Obstbäume pflanzen. Bereits jetzt können wir Obst aus Nachbarsgärten ernten, deren Eigentümer*innen sich freuen, wenn wir es holen, diese Kontakte wollen wir ausbauen.

Wir richten eine Abholstation ein, in die wir die Ernte bringen, dort kann es dann abgeholt werden.

Wir packen keine Einzelkisten. Die Verteilung organisieren die Mitglieder untereinander. Euch ist freigestellt, ob ihr das Gemüse nach Anteilen genau aufteilt oder nach dem Prinzip „jede*r nimmt, was er/sie braucht“ vorgeht.

Bei uns gibt es keine Pflicht zur Mithilfe. Allerdings begrüßen und fördern wir eine enge Beziehung der Mitglieder zur Gärtnerei, wünschen uns auch euren tatkräftigen Einsatz. Außerdem gibt es größere Aktionen, die ohne Beteiligung der Mitglieder nicht funktionieren können.

Neben der Zusage, ein Jahr lang deinen finanziellen Beitrag zu leisten und zu Beginn des Wirtschaftsjahres an der Vollversammlung und Bieter*innen-Runde teilzunehmen, haben wir keine festen Erwartungen an euch. Das Prinzip SoLawi basiert darauf, dass viele Hände gemeinsam die Organisation und Verteilung des Gemüses ergreifen – genau den Teil, den sonst Groß- und Einzelhandel übernehmen. Insofern ist Engagement beim Betreuen, bei der Kommunikation, Werbung neuer Mitglieder und Unterstützer*innen, bei Buchhaltung, Rechtlichem, der Organisation gemeinsamer Aktionen etc. gefragt. Was kannst du besonders gut? Was machst du sehr gerne?
Auch ungewöhnliche Talente und andere Bereiche können bereichern, zum Beispiel Massage oder Rückensport für die Gärtner*innen.

Leider werden wir vor allem von negativen Entwicklungen in der Welt beeinflusst. Wir sehen die Notwendigkeit alles anders zu machen. Diesen Umständen wollen wir hier keine weitere Bühne bieten. Stattdessen wollen wir hier transparent machen, wie verschieden die Menschen und Gruppen sind, die uns positiv beeinflusst haben.
Dass wir es wagen eine Solawi in Greene zu starten verdanken wir unterem anderem der Vorarbeit von:

Solawi Netzwerk https://www.solidarische-landwirtschaft.org/das-konzept/

Gemeingut und Commons: Friederike Habermann https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/friederike-habermann-ecommony/

Konsum Kritik Kritik: Jörg Bergstedt https://www.youtube.com/watch?v=Ub5dlYJywP8

Arbeitskritik: Tobi Rosswog http://after-work-buch.de/

praktische Permakultur: Joel Salatin https://www.youtube.com/watch?v=R2it1-Sbhjg

Kollektiv Gärtnern: Bienewerder Hofkollektiv https://hofbienenwerder.org/

Selbstorganisiert Lernen: Herbsttagung der Freien Ausbildung http://herbsttagung.org/

Melde dich bei uns! Zur Anmeldung mit ein paar Fragen zu dir geht’s es hier